Ausgabe 02-2010
Editorial
Gerhard W. Meyer

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Anwendung von Telemedizin bei chronisch kranken Patienten zu Hause wird zukünftig an Bedeutung zunehmen. Bisherige Modelle schalten die telemedizinischen Geräte auf ein zentrales medizinisches Callcenter auf. Aber vor allem niedergelassene Ärzte sind kaum bereit, „ihre“ Patienten an räumlich weit entfernte Callcenter „abzugeben“. Lösungen von MEYTEC gestatten den Ärzten dagegen mit vertretbarem Aufwand dieses Thema selbst zu übernehmen. Durch ein intelligentes Monitoring werden nur solche medizinischen Daten weitergegeben, die ein ärztliches Eingreifen erforderlich machen. Neben der telemedizinischen Betreuung kann damit gleichzeitig eine gewisse Bindung des Patienten zum Arzt oder zum Krankenhaus aufgebaut werden. MEYTEC wird diese Entwicklung intensiv begleiten.

Wie immer viel Spaß beim Lesen

Ihr Gerhard W. Meyer


News: Unternehmen
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Ausbau der neuen MEYTEC-Firmenräume kontinuierlich fortgesetzt

Im Februar 2010 wurde ein wesentlicher Teil des 1. Bauabschnittes im neuen Objekt in der Akazienstraße 13 in Seefeld fertiggestellt. Mit dem Verfüllen von Estrich ist der Fußboden soweit fertiggestellt, dass die weiteren Arbeiten zügig vorangehen können. Im Zeitraum von Juni 2009 bis Februar 2010 wurden etwa 6 km Elektro- und Datenleitungen verlegt. Auch für die Fußbodenheizung sind immerhin über 3 km Heizungsschlauch verlegt worden. Der Ausbau läuft unter der Gesamtregie des Technischen Geschäftsführers der MEYTEC, Steffen Meyer. Er sagte zum aktuellen Stand der Arbeiten: „Der Ausbau geht zügig und planmäßig voran. Da alle Arbeiten in der Halle stattfinden, konnte der lange Winter den Ablauf bisher kaum beeinträchtigen. Unsere Mitarbeiter können den Umzug Ende Mai 2010 in schönere und funktionell bessere Arbeitsräume kaum erwarten.“

Ausbau der neuen MEYTEC-Firmenräume   Ausbau der neuen MEYTEC-Firmenräume   Ausbau der neuen MEYTEC-Firmenräume

MEYTEC-Mitarbeiter erfolgreich qualifiziert

Der Umsatz im medizinischen Bereich ist in der MEYTEC im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Die spezialisierten Anforderungen verlangen grundlegende Kenntnisse im Bereich Medizinprodukte und deren Anwendung. Insbesondere geht es um die korrekte Umsetzung der Richtlinie Medical Device Directive 93/42/EWG, die im Medizinprodukte Gesetz (MPG) in nationales Recht umgesetzt ist. Als Hersteller und in Verkehr-Bringer hat MEYTEC eine große Verantwortung bei Medizinprodukten mit Anwendungen am Menschen oder in dessen Umfeld. Im Februar 2010 wurden durch intensive Schulungen und spezifische Einweisungen 8 Mitarbeiter und Führungskräfte von MEYTEC zu Medizinprodukte-Beratern weitergebildet. Die Mitarbeiter sind an der Herstellung sowie dem europaweiten Vertrieb und Service der Medizinprodukte an Kliniken und Krankenhäuser beteiligt. Die Qualifizierung wurde von Dipl.-Ing. Armin Gärtner, ö.b.u.v. Sachverständiger für Medizin und Telemedizin, in Berlin erfolgreich durchgeführt.

News: Telemedizin
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Neue Technik für Mobile Stroke Unit des Universitätsklinikums Saarland

Im Februar 2010 wurde durch MEYTEC-Mitarbeiter die Mobile Stroke Unit MSU der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Saarland zusätzlich mit telemedizinischer Technik ausgestattet. Damit ist jetzt eine medizinische Videokommunikation zwischen der Stroke Unit des UKS und dem Fahrzeug über UMTS ermöglicht. Mit dieser neuen Lösung kann die Abklärung eines Schlaganfalls auf dem Fahrzeug von Experten der Stroke Unit per Telemedizin audiovisuell begleitet werden. Seit über einem Jahr ist in der Mobilen Stroke Unit ein teleradiologisches System von MEYTEC im Einsatz, das die vom CT-Gerät erzeugten DICOM-Bilder eines Patienten an die Radiologische Klinik des UKS über UMTS sendet. Die Teleradiologie ist jetzt in das neue System integriert worden. Der Einsatz der Mobilen Stroke Unit erfolgt im Rahmen eines Forschungsprojektes des Universitätsklinikums Saarland unter Leitung des Direktors der Klinik für Neurologie Prof. Dr. med. Klaus Faßbender.

   
Mobile Stroke Unit, Universitätsklinikum des Saarlandes Schlaganfalldiagnostik und Telemedizin im Rettungswagen

MEYTEC bildet Praxisassistentinnen im Bereich Telemedizin aus

Im Februar 2010 fand eine erste Weiterbildung von Nichtärztlichen Praxisassistentinnen durch MEYTEC Mitarbeiter zur Telemedizin in Magdeburg im Bundesland Sachsen-Anhalt statt. Den Themenblock „Technikmanagement und Telemedizin“ hatte Dr.-Ing. Michael Schauer übernommen. Durch die eigene akademische Ausbildung und durch die Erfahrungen in der Entwicklung und im Einsatz vieler telemedizinischer Geräte, Systeme und Lösungen bei MEYTEC ist Dr.-Ing. Schauer prädestiniert, im noch jungen Gebiet Telemedizin Theorie und Praxis weiterzubilden. Dr.-Ing. Schauer wurde in den letzten Jahren bereits mehrfach zu Schulungen über Telemedizin herangezogen, z. B. in der Fachhochschule Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) sowie in der Fachhochschule Senftenberg und im Herzzentrum Bernau (Bundesland Brandenburg). Immer ging es dabei um die Schulung von Schwestern, die in Projekten, wie AGnES und Mäander, zur Erbringung delegierter ärztlicher Leistungen telemedizinische Systeme und Lösungen anwenden sollten. In Magdeburg wurden neben den grundlegenden theoretischen Anforderungen vor allem konkrete telemedizinische Systeme in der Anwendung gezeigt, was bei den beteiligten Schulungsteilnehmerinnen gut ankam.


MEYTEC auf der Telematik-Konferenz in Potsdam

Am 17. Februar 2010 fand in Potsdam die 5. Landeskonferenz „Telematik im Gesundheitswesen“ statt. Unter dem Titel „Gesundheitstelematik im Wandel“ wurden neue Wege in der Patientenversorgung vorgestellt. Ein Block beschäftigte sich mit Anwendungen aus der Praxis. MEYTEC war als Aussteller dabei und präsentierte in Livevorführungen den neuen Telemonitoring-Baukasten VIMED® TELEMONITOR. Damit sind verschiedene telemedizinische Anwendungen für den Home-Bereich realisierbar. MEYTEC hatte bereits 2008 begonnen, in diesen Bereich zu investieren. Der Bereichsleiter Forschung und Entwicklung der MEYTEC, Dr.-Ing. Michael Schauer, stellte mit weiteren Mitarbeitern die neuen Lösungen interessierten Kongress-Teilnehmern vor. Seine Einschätzung zum Auftritt auf dem Kongress war sehr positiv, da bereits am gleichen Tag mit interessierten Teilnehmern erste Schritte einer möglichen Zusammenarbeit vereinbart wurden. Dr.-Ing. Schauer sagte dazu: „Wir haben nicht mit so einem starken Interesse an MEYTEC-Lösungen für das Telemonitoring gerechnet, da es bereits starke etablierte Anbieter auf dem Markt gibt. Das Interesse hat uns positiv überrascht und motiviert, diesen Weg weiter zu gehen. Wir werden neue klinische Anwendungen zu unserem Baukasten hinzuzufügen. Hier kann sich die Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens wie MEYTEC als Vorteil für den Anwender erweisen“.

Anita Tack, Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg   MEYTEC auf der Telematik-Konferenz   VIMED TELEMONITOR Livevorführung   Industrieausstellung - Telematik-Konferenz in Potsdam
Anita Tack, Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Grußworte v.l., Vincent Gräbig und Dipl.-Ing. Horst Richter, MEYTEC GmbH Informationssysteme MEYTEC präsentiert in Livevorführung den neuen Telemonitoring-Baukasten VIMED® TELEMONITOR Industrieausstellung, Telematik-Konferenz in Potsdam

Praxisseminar Telemedizin im März 2010 in Neuruppin im Bundesland Brandenburg

Am 17. März 2010 findet in den Ruppiner Kliniken in Neuruppin im Bundesland Brandenburg ein Praxisseminar unter dem Titel „Verbesserung der Betreuungsqualität für Herzkreislauferkrankungen durch Telemedizin“ statt, zu dem ausschließlich niedergelassene Ärzte eingeladen sind. Der Veranstalter ist die TSBmedici, eine Initiative der TSB Technologiestiftung Berlin. Der Geschäftsführer der TSBmedici, Dr. Helmut Kunze, der auch Handlungsfeldbeauftragter des Handlungsfeldes „Medizintechnik und Telemedizin“ des Masterplanes Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg ist, eröffnet das Seminar. In Vorträgen werden Anwendungen aus dem Bereich Telemonitoring vorgestellt. Der Geschäftsführer der MEYTEC, Ing. Gerhard W. Meyer, wird in einem Vortrag zum Thema „Lohnt sich der Einsatz von Telemedizin beim Hausarzt?“ sprechen. In einer Livevorführung können die anwesenden Ärzte sich selbst ein Bild von den Möglichkeiten telemedizinischer Lösungen machen.
- Weitere Informationen: www.tsbmedici.de

News: Deutsche Gesellschaft für Telemedizin
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Positionspapier der DGTelemed „Rahmenbedingungen für Telemedizin schaffen“

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) hat anlässlich eines Gesprächs mit Vertretern des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Februar 2010 ein Positionspapier zur nachhaltigen Anwendung von Telemedizin veröffentlicht. Festgestellt wird, dass es in Deutschland inzwischen viele Projekte gibt, die den medizinischen und teilweise auch ökonomischen Nutzen beim Einsatz von Telemedizin nachgewiesen haben. Aber es krankt vor allem daran, dass es nach Abschluss eines Projekts meist nicht gelingt, dieses in den medizinischen oder klinischen Regelbetrieb zu überführen. Hier sind Politik und Selbstverwaltung gefragt, Strukturen für die Finanzierung telemedizinischer Leistungen zu schaffen bzw. die bereits gegebenen Möglichkeiten umzusetzen. Das Gesundheitssystem in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Ziel ist eine deutliche Kostenreduzierung bei gleichzeitiger Verbesserung der Qualität in der medizinischen Versorgung. Telemedizin wird bei der Bewältigung der dabei anstehenden Aufgaben eine Schlüsselrolle spielen. Im jetzt vorgelegten Positionspapier werden 7 Thesen und Forderungen in den Mittelpunkt gerückt, die nach Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin den aktuellen Handlungsbedarf beschreiben.
- Download: Positionspapier

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